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Fakultät Humanwissenschaften und Theologie
Altes Testament

Prof. Dr. Sara Kipfer

Literaturgeschichte der Samuelbücher von den Anfängen bis in die Hellenistische Zeit

In diesem Forschungsprojekt werden einzelne Teile der Samuelbücher in ihrem jeweiligen sozialen, politischen und religiösen Kontext analysiert, um so ihre Entstehung besser nachzuvollziehen. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf der sogenannten „Staatenbildung“, insofern neben den Texten der Samuelbücher auch Individuen und Gruppen in der Epigraphik sowie der Ikonografie des 10. bis 9. Jahrhunderts, ihre Rollen, sozialen Abhängigkeiten und (Inter-)Aktionen untersucht werden. Neben der Analyse von Machtstrukturen und deren Transformation im Laufe der Jahrhunderte wird ein spezieller Fokus auf kriegerische Handlungen, historische Genderforschung sowie die sich verändernden religiösen Überzeugungen gelegt. 

Emotionen in der Hebräischen Bibel und der altorientalischen Ikonographie: Sozial, religiös, anthropologisch und verkörpert (embodied)

Welche Emotionskonzepte lagen der Hebräischen Bibel zu Grunde und wie veränderten sie sich im Laufe der Zeit? Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wird das Emotionsverständnis hinsichtlich dreier Aspekte analysiert: (a) Verkörperung und Handlung, (b) soziale, religiöse und kulturelle Kontexte sowie (c) Bewertung und ethischer Normen. 

© O.Mustafin​/​Wikipedia
Ahiram Sarkophag
Emeriti

Prof. Dr. em. Thomas Pola

Das archäologische Projekt: „Tulul adh-Dhahab“ (2005 - heute)

Das archäologische Tulul adh-Dhahab-Projekt im Jordangraben von Jordanien nahm seinen Anfang im Juli/August 2005, als ein internationales Team der TU Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. em Thomas Pola in Zusammenarbeit mit dem Department of Antiquities (DOA) des Haschemitischen Königreiches Jordanien auf den Tulul adh-Dhahab seine archäologischen Untersuchungen aufnahm.

Archäologische Grabungen wurden vor Aufnahme des Projekts der TU Dortmund nicht vorgenommen. Lediglich in den Jahren 1980 und 1982 hat R.L. Gordon in Verbindung mit der Yarmuk University (Irbid/Jordanien) eine Oberflächenuntersuchung sowohl der Tulul als auch weiträumig der anderen Ruinenhügel im unteren Jabboktal durchgeführt. Auf ihn gehen die einzigen bisher publizierten Pläne des östlichen wie des westlichen der Tulul zurück.

In der For­schung ist bis heute jedoch umstritten, um welche antiken Orte es sich bei den Tulul adh-Dhahab handelt. Diskutiert wer­den unter an­de­rem Ortslagen, die in der Bibel (Pnuël, Mahanaim) oder beim Historiker Flavius Josephus (Amathous, Essa) erwähnt wer­den. Das Projekt klärt die Siedlungsgeschichte der Tulul adh-Dhahab. Diese Grundlage wirft neues Licht auf die Probleme, die mit der Lokalisierung von Pnuël, Mahanaim, Amathous und Essa zusammenhängen.

Darüber hinaus fördert das Projekt die Fortbildung geeigneter Stu­die­ren­der und Graduierter des wis­sen­schaft­lichen Nachwuchses der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund und der Philipps-Uni­ver­si­tät Marburg.

Prof. Dr. em Thomas Pola lehrte Altes Testament an der TU Dortmund.

 

© Thomas Pola​/​TU Dortmund
Ritzzeichnung einer Frau mit Ziege
Antike Ritzzeichnung die Musikanten zeigen © Thomas Pola​/​TU Dortmund
Ritzzeichnung: Musikanten (Teil einer Palast- oder Kultszene?), gefunden auf dem Gipfelplateau
© Thomas Pola​/​TU Dortmund
Grabungsteam der Saison 2008
© Thomas Pola​/​TU Dortmund
Luftaufnahme des Gipfelplateaus des westlichen der Tulul adh-Dhahab mit den Quadranten der Grabungssaison 2009